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HypoVereinsbank AktivKonto Test 2026: Bayerns Filialbank?

HVB AktivKonto im Test: 2,90€/Monat, Girocard + Mastercard, Cash-Group-Zugang, Filialnetz. Erfahrungen mit Kosten, App und Einlagensicherung.

Christian Pietuck Aktualisiert: 13. Februar 2026

Testurteil: Befriedigend

Vorteile

  • + Günstigste Filialbank im Test (2,90€/Monat)
  • + Filialnetz mit persönlicher Beratung
  • + Cash-Group-Zugang (9.000 Automaten)
  • + Bargeld einzahlen in Filialen
  • + Deutsche Einlagensicherung (EdB)
  • + Gemeinschaftskonto verfügbar

Nachteile

  • Girocard kostet 5€/Jahr extra
  • Mastercard Debit kostet 30€/Jahr extra
  • 10,63% Dispozins
  • 1% Fremdwährungsgebühr
  • App-Bewertungen unterdurchschnittlich (Android 3,6 Sterne)

Die HypoVereinsbank (HVB) ist mit 6 Millionen Kunden eine der größten Filialbanken Deutschlands – besonders stark in Bayern und den Ballungsräumen. Seit 2005 gehört sie zum italienischen UniCredit-Konzern, einem der größten Finanzkonzerne Europas. Die HVB operiert aber weiterhin mit eigener Marke und deutschem Sitz.

Ist die HVB eine günstige Alternative zur Deutschen Bank und Commerzbank?

Kontoführung & Kosten

Das HVB AktivKonto kostet 2,90€ pro Monat – der niedrigste Preis unter den getesteten Filialbanken. Bei der Commerzbank sind es 4,90€, bei der Deutschen Bank sogar 6,90€.

Was inklusive ist:

  • Kontoführung (2,90€/Monat)
  • Echtzeitüberweisungen
  • Web-Banking + App

Der Dispozins liegt bei 10,63% – hoch, aber etwas günstiger als Commerzbank (11,85%) und Deutsche Bank (11,45%).

Karten

Die Girocard kostet 5€/Jahr (0,42€/Monat) – bei den meisten Konkurrenten ist sie kostenlos. Die Mastercard Debit kostet 30€/Jahr (2,50€/Monat) – deutlich teurer als bei der Deutschen Bank (18€/Jahr).

Beide Karten sind nicht im Grundpreis enthalten. In der Praxis braucht man mindestens die Girocard für den deutschen Alltag, die Mastercard für internationales Bezahlen.

Bargeld

Abheben: Kostenlos an rund 9.000 Cash-Group-Automaten (HypoVereinsbank, Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank) sowie an eigenen Filialen.

Einzahlen: Kostenlos an HVB-Einzahlautomaten in den Filialen. Das Filialnetz ist besonders in Bayern und süddeutschen Großstädten dicht.

Banking-App & Bedienung

Die HVB-App bietet alle Standard-Banking-Funktionen, liegt bei den Bewertungen aber unter dem Durchschnitt.

Funktionen:

  • Überweisungen und Daueraufträge
  • Kartensteuerung
  • Push-Benachrichtigungen
  • pushTAN, chipTAN und photoTAN
  • Web-Banking verfügbar

Die App hat im App Store 4,3 Sterne und im Google Play Store 3,6 Sterne – die niedrigsten Werte unter den getesteten Filialbanken. Zum Vergleich: Commerzbank 4,7/4,5, Deutsche Bank 4,7/4,5.

Sicherheit & Einlagensicherung

Die HypoVereinsbank unterliegt der deutschen Einlagensicherung (EdB) – bis zu 100.000€ pro Kunde sind gesetzlich geschützt. Der italienische Mutterkonzern UniCredit ändert daran nichts – die HVB ist ein eigenständiges, in Deutschland reguliertes Institut.

Konzernstruktur: HypoVereinsbank (Deutschland) → UniCredit S.p.A. (Italien, börsennotiert)

Ausland & Reisen

Kartenzahlung: Eurozone 1% / Weltweit 1% Fremdwährungsgebühr: 1% Bargeld weltweit: Kostenlos an Cash-Group-Partnern

Die HVB berechnet auch in der Eurozone eine Gebühr von 1% – das ist ungewöhnlich und ein klarer Nachteil gegenüber allen anderen getesteten Banken, die in der Eurozone gebührenfrei sind.

Service & Support

Als Filialbank bietet die HVB umfassenden Service mit persönlicher Beratung.

KanalVerfügbar
TelefonJa
ChatJa
FilialeJa

Für wen eignet sich das HVB AktivKonto?

Ideal für:

  • Kunden in Bayern und Süddeutschland – dichtes Filialnetz
  • Wer eine günstige Filialbank-Alternative zur Deutschen Bank sucht
  • Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss
  • Familien – Gemeinschaftskonto verfügbar

Weniger geeignet für:

  • Preisbewusste Kunden – versteckte Kartenkosten treiben den Preis
  • Vielreisende – Gebühren sogar in der Eurozone
  • App-Nutzer – unterdurchschnittliche Bewertungen
  • Wer ein komplettes Paket inkl. Karten will

Fazit

Das HVB AktivKonto ist die günstigste Filialbank-Option im Test – auf den ersten Blick. Die versteckten Kartenkosten (Girocard 5€/Jahr, Mastercard 30€/Jahr) relativieren den Preisvorteil gegenüber der Commerzbank. Besonders stark: Filialnetz in Bayern und deutsche Einlagensicherung. Die Eurozone-Gebühren und die schwache Android-App sind ungewöhnliche Schwächen. Alle Girokonten im Vergleich →

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