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Monese Simple Test 2026: Konto ohne Schufa-Check?

Monese Simple im Test: Kostenlos, Konto ohne Schufa, Mastercard Debit. Aber: Keine Einlagensicherung, Überweisungen kosten 1,29€. Erfahrungen und Bewertung.

Christian Pietuck Aktualisiert: 13. Februar 2026

Testurteil: Ausreichend

Vorteile

  • + Kein Schufa-Check – Kontoeröffnung für fast jeden
  • + Dauerhaft kostenlos
  • + Mastercard Debit für weltweites Bezahlen
  • + Apple Pay & Google Pay
  • + Schnelle Kontoeröffnung per App

Nachteile

  • Keine Einlagensicherung (E-Geld-Institut)
  • Überweisungen kosten 1,29€ pro Stück
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • Karte kostet einmalig 4,95€
  • Keine Echtzeitüberweisungen
  • Keine Bargeldeinzahlung

Monese ist ein britisches Fintech, das über die belgische Prepayment Solutions PPS EU operiert. Mit rund 2 Millionen Kunden positioniert sich Monese als Konto für alle, die kein klassisches Bankkonto bekommen – Expats, Geflüchtete, Menschen ohne Schufa-Eintrag. Die Kontoeröffnung ist ohne Schufa-Check möglich.

Aber wie gut ist Monese als Alltagskonto?

Kontoführung & Kosten

Das Monese Simple ist kostenlos – keine monatliche Gebühr. Allerdings gibt es versteckte Kosten: Jede Überweisung kostet 1,29€. Bei 10 Überweisungen im Monat sind das bereits 12,90€ – teurer als jedes kostenpflichtige Konto im Test.

Was inklusive ist:

  • Kontoführung kostenlos
  • Mastercard Debitkarte (einmalig 4,95€)
  • App-basiertes Banking

Einen Dispositionskredit bietet Monese nicht an.

Karten

Die Mastercard Debitkarte ist die einzige Karte. Sie kostet einmalig 4,95€ für die physische Karte – eine virtuelle Karte ist kostenlos. Die Karte funktioniert weltweit, wo Mastercard akzeptiert wird.

Bargeld

Abheben: Die ersten 100€ pro Monat sind kostenlos. Danach fallen 2% Gebühr an. Das ist ein sehr niedriges Limit – bei Revolut sind es 200€, bei BBVA 6 Abhebungen ohne Betragslimit.

Einzahlen: Nicht möglich.

Banking-App & Bedienung

Die Monese-App ist simpel und auf das Wesentliche reduziert. Die Kontoeröffnung ist der große Vorteil – sie dauert nur wenige Minuten und erfordert keine Schufa-Abfrage.

Funktionen:

  • Überweisungen (kostenpflichtig)
  • Kartensteuerung
  • Push-Benachrichtigungen
  • Multi-Währungs-Empfang
  • Nur App – kein Web-Banking

Die App hat im App Store 4,7 Sterne und im Google Play Store 3,9 Sterne.

Sicherheit & Einlagensicherung

Monese ist ein E-Geld-Institut – keine Bank im klassischen Sinne. Das bedeutet: Es gibt keine Einlagensicherung. Deine Gelder werden nach belgischem Recht auf separaten Treuhandkonten verwahrt, die im Insolvenzfall zu 100% zurückgezahlt werden sollen.

Konzernstruktur: Monese Ltd (UK) → Prepayment Solutions PPS EU (Belgien, E-Geld-Lizenz)

Ausland & Reisen

Kartenzahlung: Eurozone 0% / Weltweit 0% Fremdwährungsgebühr: 2% Bargeld weltweit: Erste 100€ kostenlos, dann 2%

Die 2% Fremdwährungsgebühr sind ein Nachteil gegenüber Banken wie Revolut (0%), BBVA (0%) oder C24 (0%).

Service & Support

Monese bietet nur Chat-Support. Telefon-Support oder Filialen gibt es nicht.

KanalVerfügbar
TelefonNein
ChatJa
FilialeNein

Für wen eignet sich Monese Simple?

Ideal für:

  • Expats und Neuankömmlinge in Deutschland – Konto ohne Schufa-Check
  • Menschen mit negativer Schufa – Kontoeröffnung trotzdem möglich
  • Übergangslösung – bis ein richtiges Bankkonto eingerichtet ist
  • Empfang von Gehalt und Sozialleistungen ohne bestehende Bankverbindung

Weniger geeignet für:

  • Hauptkonto – keine Einlagensicherung, teure Überweisungen
  • Vielüberweiser – 1,29€ pro Überweisung summiert sich
  • Reisende – 2% Fremdwährungsgebühr
  • Sparer – keine Zinsen, kein Einlagenschutz

Fazit

Monese Simple erfüllt eine wichtige Nische als Konto ohne Schufa-Abfrage für Menschen, die sonst keines bekommen. Aber: fehlende Einlagensicherung, kostenpflichtige Überweisungen und 2% Fremdwährungsgebühr machen es zum schwächsten Konto im Test. Sobald möglich, sollte man auf eine richtige Bank wechseln – etwa C24 oder Norisbank. Alle Girokonten im Vergleich →

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