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Postbank Giro plus Test 2026: Zu teuer für das Gebotene?

Postbank Giro plus im Test: 5,90€/Monat, kostenlos ab 3.000€ Geldeingang, Filialnetz, Bargeld einzahlen. Erfahrungen mit Kosten und Service.

Christian Pietuck Aktualisiert: 13. Februar 2026

Testurteil: Befriedigend

Vorteile

  • + Riesiges Filialnetz in ganz Deutschland
  • + Bargeld einzahlen in Filialen möglich
  • + Girocard + Visa Debit inklusive
  • + Deutsche Einlagensicherung (EdB)
  • + 12 Mio. Kunden – extrem etabliert
  • + Wero verfügbar

Nachteile

  • 5,90€/Monat – kostenlos erst ab 3.000€ Geldeingang
  • Dispozins 12,49% – einer der höchsten
  • Kein Guthabenzins
  • Android-App nur 2,3 Sterne
  • Keine Unterkonten

Die Postbank ist mit 12 Millionen Kunden eine der größten Filialbanken Deutschlands und eine 100%-Tochter der Deutschen Bank. Das Filialnetz ist riesig und die Marke genießt hohes Vertrauen – aber die Konditionen haben mit der Direktbank-Konkurrenz kaum Schritt gehalten.

Wir haben das Postbank Giro plus auf Kosten, Bargeld und Service geprüft.

Kontoführung & Kosten

Das Postbank Giro plus kostet 5,90€ pro Monat. Kostenlos wird es erst ab einem monatlichen Geldeingang von 3.000€ – die mit Abstand höchste Schwelle unter allen getesteten Konten.

Was inklusive ist:

  • Girocard kostenlos
  • Visa Debitkarte kostenlos
  • Echtzeitüberweisungen
  • Wero-Zahlungen
  • Filialzugang

Der Dispozins liegt bei 12,49% – einer der höchsten unter allen getesteten Konten. Zum Vergleich: Trade Republic (7,5%), C24 (7,49%).

Karten

Die Girocard (Postbank Card) ist die Standardkarte und kostenlos – im deutschen Einzelhandel überall akzeptiert. Zusätzlich gibt es eine Visa Debitkarte ohne Aufpreis.

Bargeld

Abheben: Kostenlos an Cash-Group-Automaten (ca. 9.000 Standorte) und in allen Postbank-Filialen. Weltweit kostenlos mit der Visa-Karte.

Einzahlen: Direkt in Postbank-Filialen möglich – unkompliziert und kostenlos. Das ist ein klarer Vorteil der Postbank als Filialbank.

Banking-App & Bedienung

Die Postbank App ist funktional, aber besonders die Android-Version hat mit nur 2,3 Sternen die schlechteste Bewertung aller getesteten Banken.

Funktionen:

  • Überweisungen und Daueraufträge
  • pushTAN und chipTAN
  • Kartensteuerung
  • Filialfinder
  • Wero-Zahlungen

Die App hat im App Store 4,6 Sterne und im Google Play Store 2,3 Sterne – eine extreme Diskrepanz.

Sicherheit & Einlagensicherung

Die Postbank unterliegt der deutschen Einlagensicherung (EdB) – bis zu 100.000€ pro Kunde sind gesetzlich geschützt. Als Deutsche-Bank-Tochter profitiert die Postbank von der Stabilität eines der größten deutschen Bankkonzerne.

Konzernstruktur: Postbank → Deutsche Bank AG (börsennotiert)

Ausland & Reisen

Kartenzahlung: Eurozone 0% / Weltweit 1,85% Fremdwährungsgebühr: 1,85% Bargeld weltweit: Kostenlos mit Visa

Die 1,85% Fremdwährungsgebühr machen die Postbank für Reisen außerhalb der Eurozone teuer. Alternativen: C24 oder Trade Republic (beide 0%).

Service & Support

Die Postbank bietet als Filialbank den umfangreichsten Service unter allen getesteten Banken.

KanalVerfügbar
TelefonJa
ChatJa
FilialeJa

Für wen eignet sich das Postbank Giro plus?

Ideal für:

  • Gutverdiener mit 3.000€+ Einkommen, die den Filialservice nutzen
  • Bargeld-Einzahler – direkt in der Filiale
  • Ältere Kunden, die persönliche Beratung schätzen
  • Wer das größte Filialnetz nutzen möchte

Weniger geeignet für:

  • Preisbewusste Kunden – 5,90€/Monat bei unter 3.000€ Eingang
  • Vielreisende – 1,85% Fremdwährungsgebühr
  • Digital Natives – die Android-App ist unterdurchschnittlich
  • Dispo-Nutzer – 12,49% ist sehr hoch

Fazit

Das Postbank Giro plus ist ein teures Filialbank-Konto, das vor allem vom riesigen Filialnetz und der Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung lebt. Besonders stark: persönlicher Service und Deutsche-Bank-Stabilität. Die hohen Kosten (5,90€ oder 3.000€ Mindesteingang), der extreme Dispozins und die schwache Android-App machen es für preisbewusste Kunden unattraktiv. Alle Girokonten im Vergleich →

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