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bunq vs. N26 2026: Welches Neobank-Konto ist besser?

N26 Standard ist bedingungslos kostenlos, bunq Easy Money kostet 2,99 €/Monat. Dafür bietet bunq 25 Unterkonten, 0 % Fremdwährungsgebühr und keinen Dispo (kein Schuldenrisiko). N26 punktet mit 8 Millionen Kunden, deutscher Einlagensicherung und einer bewährten App. Wer sparen will, wählt N26 — wer maximale Kontrolle über Finanzen will, bunq.

Aktualisiert: 24. Februar 2026

Vorteile

  • N26: Bedingungslos kostenlos — kein Geldeingang nötig
  • bunq: 25 Unterkonten für maximale Budgetkontrolle
  • bunq: 0 % Fremdwährungsgebühr auf alle Kartenzahlungen
  • N26: Deutsche Einlagensicherung (EdB) bis 100.000 €
  • Beide: Apple Pay und Google Pay, reine App-Banken

Nachteile

  • bunq: 2,99 €/Monat Kontoführung (35,88 €/Jahr)
  • N26: Hoher Dispozins (13,4 %) und nur 2 Unterkonten
  • bunq: Niederländische Einlagensicherung (DGS), kein Telefon-Support
  • Beide: Keine Bargeldeinzahlung, keine Girocard
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bunq und N26 — zwei Neobanken, die auf das klassische Bankmodell verzichten: Keine Filialen, kein Papierkram, alles läuft über die App. Auf den ersten Blick bedienen sie dieselbe Zielgruppe — digital-affine Menschen, die ein schlankes Konto wollen. Doch bei genauem Hinsehen unterscheiden sie sich fundamental.

N26 ist der deutsche Neobank-Pionier mit über 8 Millionen Kunden und 11 Jahren am Markt. bunq kommt aus den Niederlanden, positioniert sich als Premium-Neobank und richtet sich an Nutzer, die maximale Kontrolle über ihre Finanzen wollen. Der Preis dafür: bunq kostet Geld, N26 nicht.

bunq & N26 im Schnellvergleich

N26 Girokonto Standard

N26

Neobank
befriedigend2,6

bunq Easy Money

bunq

NeobankReise-Champion
befriedigend2,7
Kosten1,72,7
KontoführungKostenlos2,99 €/Mo.
BedingungKeineKeine
DispozinsKein DispoKein Dispo
Bargeld & Bezahlen3,73,1
KartenMastercard DebitMastercard Debit
Mobile PaymentApple Pay, Google PayApple Pay, Google Pay
Netzwerk InlandWeltweit
Kostenlose Abhebungen3x/MonatUnbegrenzt
Weltweit3x kostenlos/MonatUnbegrenzt kostenlos
Einzahlung✗ Nein✗ Nein
Bedienbarkeit1,72,0
Unterkonten✓ Ja✓ Ja
Echtzeit-Überweisung✓ Ja✓ Ja
Cashback✗ Nein✗ Nein
Guthabenzins
Sicherheit & Vertrauen3,03,4
TAN-VerfahrenpushTANpushTAN
EinlagensicherungEdBDGS (Dutch Deposit Guarantee Scheme)
SicherungslandDeutschlandNiederlande
Eigentümer-TypVC-finanziertPrivat
MuttergesellschaftEigenständigEigenständig
MarktpositionAufstrebendNische
Ausland & Reisen3,71,0
Fremdwährungsgebühr1,70 %Keine
Service3,83,8
Telefon✗ Nein✗ Nein
Chat✓ Ja✓ Ja
Filiale✗ Nein✗ Nein

Kosten & Kontoführung

Der offensichtlichste Unterschied: N26 Standard ist komplett kostenlos — ohne Mindest-Geldeingang, ohne Bedingungen. bunq Easy Money kostet 2,99 € pro Monat (35,88 €/Jahr), ebenfalls ohne Geldeingangs-Bedingung.

Beim

gibt es einen grundlegenden Unterschied: N26 bietet einen Dispo zu 13,4 % Zinsen. bunq bietet keinen Dispo — das Konto kann nicht überzogen werden. Für manche ist das ein Vorteil (kein Schuldenrisiko), für andere ein Nachteil (keine Flexibilität bei Engpässen).

Beide Banken bieten keinen Guthabenzins auf dem Girokonto.

Gewinner Kosten: N26 — kostenlos schlägt 2,99 €/Monat. Allerdings: Wer den N26-Dispo nutzt, kann schnell mehr zahlen als die bunq-Gebühr.

Karten & Bargeld

Beide Banken liefern eine kostenlose Debitkarte: N26 eine Mastercard Debit, bunq eine Mastercard Debit (Travel Card). Keine der beiden bietet eine Girocard.

Beim Bargeld gibt es kaum Unterschiede: Beide ermöglichen 3 kostenlose Abhebungen pro Monat an Automaten weltweit. bunq ist dabei nicht an ein bestimmtes Netzwerk gebunden, N26 ebenfalls nicht.

Eine Bargeldeinzahlung ist bei keiner der beiden Banken möglich. Wer regelmäßig Bargeld aufs Konto bringen muss, braucht ein Zweitkonto bei einer Bank mit Einzahlungsoption.

Beide unterstützen Apple Pay und Google Pay für kontaktloses Bezahlen.

Gewinner Karten & Bargeld: Unentschieden — nahezu identisches Angebot bei Karten und Bargeld.

App & Bedienbarkeit

Beide Banken sind reine App-Banken. Die App-Bewertungen: N26 erreicht 4,8 Sterne auf iOS und 4,1 auf Android. bunq hat keine öffentlich gelisteten Store-Ratings in unserer Datenbank.

Der entscheidende Unterschied liegt bei den Unterkonten: bunq bietet satte 25 Unterkonten — ideal für Nutzer, die ihr Budget in viele Kategorien aufteilen (Miete, Urlaub, Notgroschen etc.). N26 Standard kommt mit nur 2 Unterkonten (Spaces).

Bei den TAN-Verfahren setzen beide auf pushTAN in der App. Die Kontoeröffnung funktioniert bei beiden vollständig digital.

Gewinner App: bunq — 25 Unterkonten sind ein massiver Vorteil für budgetbewusste Nutzer. N26 bietet eine schlankere, aber funktional begrenztere Erfahrung.

Sicherheit & Einlagensicherung

Hier gibt es einen wichtigen Unterschied: N26 unterliegt der deutschen Einlagensicherung (EdB), bunq der niederländischen (DGS). Beide sichern Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde. In der Praxis macht das kaum einen Unterschied — beide Systeme sind EU-reguliert und gleich sicher.

Der Hintergrund: N26 ist ein VC-finanziertes deutsches Fintech mit Banklizenz und 8 Millionen Kunden. bunq ist ein niederländisches Fintech mit europäischer Banklizenz und einer deutlich kleineren Kundenbasis. bunq positioniert sich als Nischenbank für anspruchsvolle Nutzer.

Beim Track Record hat N26 klar die Nase vorn: 11 Jahre am Markt gegenüber bunqs Nischenpositionierung. Allerdings hat bunq als regulierte EU-Bank ebenfalls eine solide Aufsicht.

Gewinner Sicherheit: N26 — deutsche Einlagensicherung und größere Kundenbasis geben ein stärkeres Sicherheitsgefühl.

Ausland & Reisen

Hier wird bunqs Preismodell interessant: bunq berechnet 0 % Fremdwährungsgebühr auf alle Kartenzahlungen weltweit. N26 Standard verlangt 1,7 % auf jede Zahlung in Fremdwährung.

Bei 2.000 Euro Kartenumsatz im Ausland spart man mit bunq 34 Euro pro Jahr — das kompensiert fast die gesamte Kontoführungsgebühr von 35,88 €/Jahr.

Kartenzahlungen innerhalb der Eurozone sind bei beiden kostenlos. Bargeldabhebungen im Ausland zählen bei beiden zu den 3 kostenlosen monatlichen Abhebungen.

Gewinner Ausland: bunq — 0 % Fremdwährungsgebühr ist ein klarer Vorteil für Reisende und digitale Nomaden.

Häufige Fragen

Kann ich bunq und N26 gleichzeitig nutzen?

Ja. Viele Nutzer kombinieren beide: N26 als kostenloses Hauptkonto für den Alltag, bunq als Reisekonto für gebührenfreie Auslandszahlungen. So umgeht man die Nachteile beider Konten.

Welches Konto ist besser für Freelancer oder digitale Nomaden?

bunq hat hier die Nase vorn: 25 Unterkonten für Budgetierung, 0 % Fremdwährungsgebühr und keine Überziehungsgefahr. Allerdings fehlt ein Geschäftskonto-Modell in dieser Preisstufe. N26 bietet mit den Smart- und Metal-Tarifen erweiterte Funktionen, die aber extra kosten.

Lohnt sich N26 Smart statt bunq?

N26 Smart kostet 4,90 €/Monat (statt 2,99 € bei bunq), bietet aber 0 % Fremdwährungsgebühr, 5 Abhebungen pro Monat und 10 Spaces. In den meisten Fällen ist bunq das bessere Angebot — mehr Unterkonten zum niedrigeren Preis.

Gibt es eine Girocard bei bunq oder N26?

Nein, bei keiner der beiden. Beide setzen ausschließlich auf Mastercard Debit. Wer eine Girocard braucht, sollte ein Konto bei einer Direktbank wie DKB oder C24 in Betracht ziehen.

Fazit: bunq vs. N26

bunq und N26 bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, obwohl beide Neobanken sind:

N26 Standard ist die sichere Wahl für alle, die ein kostenloses, unkompliziertes Konto mit deutscher Einlagensicherung wollen. Die App ist bewährt, die Marke etabliert, und für den alltäglichen Gebrauch in Deutschland reicht der Funktionsumfang.

bunq Easy Money richtet sich an Nutzer, die bereit sind, 2,99 €/Monat für deutlich mehr Kontrolle zu zahlen: 25 Unterkonten, 0 % Fremdwährungsgebühr und ein bewusstes Verzichten auf Dispo-Schulden. Wer viel reist oder ein durchdachtes Budgetsystem braucht, bekommt bei bunq mehr fürs Geld.

Unser Tipp: Für den Durchschnittsnutzer ist N26 die bessere Wahl — kostenlos und bewährt. Für Vielreisende und Budget-Enthusiasten lohnt sich bunq trotz der Monatsgebühr.

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