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Testbericht Gut

comdirect vs. DKB 2026: Welches Girokonto ist besser?

Zwei Direktbank-Schwergewichte im Vergleich: Beide kostenlos ab 700 € Geldeingang, beide mit Visa Debit und optionaler Girocard. DKB bietet den günstigeren Dispo (8,51 % vs. 8,65 %), weltweit kostenloses Bezahlen (0 % FX auf Kartenzahlung) und das größere Automatennetz. comdirect punktet mit Bargeldeinzahlung und mehr Zahlungsmöglichkeiten (Garmin Pay). Für die meisten ist DKB die bessere Wahl.

Aktualisiert: 24. Februar 2026

Vorteile

  • Beide kostenlos ab 700 € Geldeingang
  • DKB: Weltweit 0 % auf Kartenzahlungen (Aktivstatus)
  • DKB: 50.000 Automaten (größtes Netz aller Direktbanken)
  • comdirect: Bargeldeinzahlung bei Rewe, Penny und toom
  • Beide: Girocard optional zubuchbar (DKB 0,99 €, comdirect 1 €/Monat)

Nachteile

  • Beide nicht bedingungslos kostenlos (700 € Geldeingang nötig)
  • comdirect: 1,75 % Fremdwährungsgebühr auf alle Auslandszahlungen
  • DKB: Keine Bargeldeinzahlung möglich
  • DKB: 2,2 % Fremdwährungsgebühr auf Fremdwährung (aber 0 % Kartenzahlung)
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comdirect und DKB — die zwei Flaggschiffe der deutschen Direktbank-Szene. Zusammen haben sie über 8 Millionen Kunden und dominieren den Markt für kostenlose Girokonten seit über zwei Jahrzehnten. Auf den ersten Blick sind die Konditionen verblüffend ähnlich: gleicher Geldeingang, ähnliche Kartengebühren, vergleichbare Dispozinsen.

Doch im Detail zeigen sich Unterschiede, die je nach Nutzungsprofil den Ausschlag geben. comdirect gehört zur Commerzbank und bietet deren Infrastruktur. DKB ist eine Tochter der BayernLB und der Platzhirsch unter den Direktbanken mit 5,9 Millionen Kunden.

comdirect & DKB im Schnellvergleich

comdirect Girokonto

comdirect

Direktbank
gut2,3

DKB Girokonto

DKB

Direktbank
gut2,3
Kosten2,72,7
KontoführungKostenlosKostenlos
BedingungKostenlos mit 700€ Geldeingang oder unter 28 Jahren oder 3x Apple/Google Pay oder 1 Trade/Sparplan, sonst 4,90€Kostenlos mit 700€ Geldeingang/Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,50€
DispozinsKein DispoKein Dispo
Bargeld & Bezahlen1,82,2
KartenVisa Debit, Girocard (1,00 €/Mo.)Visa Debit, Girocard (0,99 €/Mo.)
Mobile PaymentApple Pay, Google Pay, Garmin PayApple Pay, Google Pay
Netzwerk InlandCash GroupEigene + Visa
Kostenlose Abhebungen3x/MonatUnbegrenzt
Weltweit3x kostenlos/MonatKostenlos als Aktivkunde (700€ Geldeingang)
Einzahlung✓ Ja✗ Nein
Bedienbarkeit2,22,7
Unterkonten✗ Nein✗ Nein
Echtzeit-Überweisung✓ Ja✓ Ja
Cashback✗ Nein✗ Nein
Guthabenzins
Sicherheit & Vertrauen2,21,4
TAN-VerfahrenpushTAN, photoTANpushTAN, chipTAN
EinlagensicherungEdBEdB
SicherungslandDeutschlandDeutschland
Eigentümer-TypBörsennotiertStaatlich
MuttergesellschaftCommerzbank AGBayernLB
MarktpositionEtabliertMarktführer
Ausland & Reisen3,72,9
Fremdwährungsgebühr1,75 %2,20 %
Service1,91,9
Telefon✓ Ja✓ Ja
Chat✓ Ja✓ Ja
Filiale✗ Nein✗ Nein

Kosten & Kontoführung

Beide Konten sind kostenlos ab 700 € monatlichem Geldeingang. Ohne Geldeingang kostet comdirect 4,90 €/Monat, DKB 4,50 €/Monat. comdirect bietet zusätzliche Wege zur Befreiung: Alter unter 28, 3 Zahlungen mit Apple/Google Pay pro Monat oder 1 Trade/Sparplanausführung.

Beim

liegen beide fast gleichauf: DKB berechnet 8,51 %, comdirect 8,65 %. Beide gehören damit zu den günstigsten Direktbanken am Markt. Einen Guthabenzins bietet keine der beiden.

Bei den Karten ist das Bild nahezu identisch: Beide liefern eine kostenlose Visa Debit als Hauptkarte und eine optionale Girocard — bei DKB für 0,99 €/Monat, bei comdirect für 1,00 €/Monat.

Gewinner Kosten: Unentschieden — nahezu identische Konditionen. DKB ist minimal günstiger beim Dispo und der Girocard.

Karten & Bargeld

Beim Bargeld gibt es deutliche Unterschiede: DKB bietet mit dem Visa-Netzwerk rund 50.000 Automaten in Deutschland — und mit Aktivstatus (700 € Geldeingang) weltweit kostenloses Bargeldabheben. comdirect nutzt die Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank) mit rund 9.000 Automaten und 3 kostenlose Abhebungen pro Monat an Fremdautomaten.

Der große Unterschied: comdirect bietet Bargeldeinzahlung — bei Rewe, Penny und toom können bis zu 200 € pro Einkauf eingezahlt werden. Bei DKB gibt es keine Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung. Wer regelmäßig Bargeld aufs Konto bringen muss, hat bei comdirect den klaren Vorteil.

Beide Karten unterstützen Apple Pay und Google Pay. comdirect bietet zusätzlich Garmin Pay.

Gewinner Karten & Bargeld: DKB — deutlich größeres Automatennetz und weltweit kostenloses Abheben. comdirect gewinnt nur beim Thema Bargeldeinzahlung.

App & Bedienbarkeit

Beide Banken bieten vollwertige Banking-Apps. DKB erreicht 4,6 Sterne auf iOS und 4,5 auf Android. Für comdirect liegen in unserer Datenbank keine separaten App-Ratings vor, aber die App gilt als solide und ausgereift.

Beim Funktionsumfang sind beide vergleichbar: Keine Unterkonten bei beiden, Echtzeit-Überweisungen verfügbar, Push-Benachrichtigungen für Transaktionen. comdirect bietet pushTAN und photoTAN, DKB setzt auf pushTAN und chipTAN.

Die Kontoeröffnung funktioniert bei beiden vollständig digital per Video-Ident. Beide bieten Web-Banking zusätzlich zur App.

Gewinner App: DKB — leichter Vorsprung durch die besseren dokumentierten App-Bewertungen und modernere Oberfläche.

Sicherheit & Einlagensicherung

Beide Banken unterliegen der deutschen Einlagensicherung (EdB) — Schutz bis 100.000 € pro Kunde. Beide sind Vollbanken mit BaFin-Lizenz.

Die Eigentümerstruktur: DKB gehört der BayernLB (staatlich) — eine der sichersten denkbaren Eigentümerkonstellationen. comdirect gehört der Commerzbank, die wiederum teilweise in staatlicher Hand ist. Beide Muttergesellschaften sind als systemrelevant eingestuft.

Beim Track Record hat comdirect die Nase vorn: 28 Jahre am Markt gegenüber 36 Jahren bei DKB. Beide sind absolute Veteranen im Direktbank-Geschäft. DKB hat mit 5,9 Millionen Kunden die größere Basis, comdirect kommt auf 2,8 Millionen.

Gewinner Sicherheit: Unentschieden — beide erstklassig. Staatliche Eigentümer, deutsche Einlagensicherung, jahrzehntelange Erfahrung.

Ausland & Reisen

Hier zeigt sich der größte Unterschied: DKB-Kunden mit Aktivstatus (700 € Geldeingang) zahlen 0 % Gebühren auf Kartenzahlungen weltweit — egal in welcher Währung. comdirect berechnet 1,75 % Fremdwährungsgebühr auf alle Zahlungen außerhalb der Eurozone.

Bei der reinen Fremdwährungsgebühr hat DKB mit 2,2 % den höheren Wert — aber da Kartenzahlungen weltweit kostenlos sind, ist das für die allermeisten Nutzer irrelevant (die Gebühr betrifft nur Fremdwährungsüberweisungen).

Bei 2.000 Euro Kartenumsatz im Ausland spart man mit DKB 35 Euro gegenüber comdirect. Über mehrere Jahre summiert sich das.

Gewinner Ausland: DKB — 0 % auf Kartenzahlungen weltweit ist ein klarer Vorteil für Reisende.

Häufige Fragen

Welche Bank hat die bessere Girocard?

Beide bieten die Girocard als kostenpflichtige Option: DKB für 0,99 €/Monat, comdirect für 1,00 €/Monat. Ein Cent Unterschied. Die DKB-Girocard ist damit technisch die günstigste am Markt unter den Direktbanken.

Kann ich mit der DKB-Karte wirklich weltweit kostenlos bezahlen?

Ja, mit Aktivstatus (700 € Geldeingang oder unter 28 Jahren) fallen 0 % Gebühren auf Kartenzahlungen weltweit an — sowohl in Euro als auch in Fremdwährung. Das ist einer der stärksten Vorteile der DKB.

Lohnt sich ein Wechsel von comdirect zur DKB?

Wenn du kein Bargeld einzahlen musst und gelegentlich im Ausland mit Karte zahlst — ja. Der Wechsel lohnt sich besonders für Reisende. Seit dem Zahlungskontengesetz muss comdirect den Kontowechsel unterstützen.

Kann ich beide Konten parallel haben?

Ja. Da beide ab 700 € Geldeingang kostenlos sind, funktioniert das aber nur gut, wenn man den Geldeingang auf eines der Konten konzentriert. Das andere kostet dann 4,50 €/Monat (DKB) bzw. 4,90 €/Monat (comdirect).

Fazit: comdirect vs. DKB

Zwei Direktbank-Schwergewichte, die sich in den Grundlagen kaum unterscheiden — aber im Detail klare Gewinner haben:

DKB ist die bessere Wahl für die Mehrheit: größeres Automatennetz, weltweit kostenlose Kartenzahlungen, minimal günstigerer Dispo und die günstigste optionale Girocard. Dazu kommt die staatliche BayernLB als Eigentümer und 5,9 Millionen Kunden.

comdirect gewinnt in einer Disziplin entscheidend: Bargeldeinzahlung. Wer regelmäßig Bargeld aufs Konto bringen muss, hat bei comdirect eine unkomplizierte Lösung über den Einzelhandel. Außerdem profitieren bestehende Commerzbank-Kunden vom gemeinsamen Ökosystem.

Unser Tipp: DKB ist für die meisten Nutzer die bessere Direktbank — besonders für alle, die auch im Ausland unterwegs sind. comdirect ist die richtige Wahl, wenn Bargeldeinzahlung ein Muss ist.

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