kontowissen
Testbericht Gut

DKB vs. comdirect 2026: Welches Girokonto ist besser?

DKB und comdirect sind zwei der bekanntesten Direktbanken Deutschlands – beide gehören zu großen Bankengruppen (BayernLB bzw. Commerzbank). Die DKB punktet mit kostenlosem Kartenzahlen weltweit und einem staatlichen Eigentümer. Die comdirect überzeugt mit flexibleren Aktivstatus-Bedingungen und der Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung über Commerzbank-Filialen. Insgesamt ein sehr enges Rennen.

Aktualisiert: 23. Februar 2026

Vorteile

  • Beide kostenlos mit Gehaltskonto-Nutzung
  • DKB: Kostenlose Kartenzahlungen weltweit (0 % Fremdwährung)
  • DKB: Günstigerer Dispozins (8,51 % vs. 8,65 %)
  • comdirect: Vier verschiedene Wege zum kostenlosen Konto
  • comdirect: Bargeldeinzahlung über Commerzbank-Filialen

Nachteile

  • Keine der beiden ist bedingungslos kostenlos
  • DKB: Keine Bargeldeinzahlung
  • comdirect: Grundgebühr etwas höher (4,90 € vs. 4,50 €)
  • Beide: Girocard nur gegen Aufpreis
DKB vs. comdirect 2026: Welches Girokonto ist besser? – Hero-Bild

DKB oder comdirect — zwei Klassiker unter den Direktbanken, die sich auf den ersten Blick erstaunlich ähneln. Beide setzen auf Visa Debit als Hauptkarte, beide bieten ein kostenloses Girokonto mit Bedingungen, beide unterstützen Apple Pay und Google Pay. Beide gehören außerdem zu großen, etablierten Bankengruppen: Die DKB zur staatlichen BayernLB, die comdirect zur börsennotierten Commerzbank AG.

Doch im Detail zeigen sich wichtige Unterschiede — vor allem bei den Aktivstatus-Bedingungen, der Bargeldversorgung und dem Auslandseinsatz. Wir vergleichen beide Konten in allen relevanten Kategorien.

DKB & comdirect im Schnellvergleich

comdirect Girokonto

comdirect

Direktbank
gut2,3

DKB Girokonto

DKB

Direktbank
gut2,3
Kosten2,72,7
KontoführungKostenlosKostenlos
BedingungKostenlos mit 700€ Geldeingang oder unter 28 Jahren oder 3x Apple/Google Pay oder 1 Trade/Sparplan, sonst 4,90€Kostenlos mit 700€ Geldeingang/Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,50€
DispozinsKein DispoKein Dispo
Bargeld & Bezahlen1,82,2
KartenVisa Debit, Girocard (1,00 €/Mo.)Visa Debit, Girocard (0,99 €/Mo.)
Mobile PaymentApple Pay, Google Pay, Garmin PayApple Pay, Google Pay
Netzwerk InlandCash GroupEigene + Visa
Kostenlose Abhebungen3x/MonatUnbegrenzt
Weltweit3x kostenlos/MonatKostenlos als Aktivkunde (700€ Geldeingang)
Einzahlung✓ Ja✗ Nein
Bedienbarkeit2,22,7
Unterkonten✗ Nein✗ Nein
Echtzeit-Überweisung✓ Ja✓ Ja
Cashback✗ Nein✗ Nein
Guthabenzins
Sicherheit & Vertrauen2,21,4
TAN-VerfahrenpushTAN, photoTANpushTAN, chipTAN
EinlagensicherungEdBEdB
SicherungslandDeutschlandDeutschland
Eigentümer-TypBörsennotiertStaatlich
MuttergesellschaftCommerzbank AGBayernLB
MarktpositionEtabliertMarktführer
Ausland & Reisen3,72,9
Fremdwährungsgebühr1,75 %2,20 %
Service1,91,9
Telefon✓ Ja✓ Ja
Chat✓ Ja✓ Ja
Filiale✗ Nein✗ Nein

Kosten & Kontoführung

Beide Konten sind bedingt kostenlos — die Bedingungen unterscheiden sich allerdings deutlich.

Die DKB verlangt mindestens 700 Euro Geldeingang pro Monat für den Aktivstatus. Ohne diesen kostet das Konto 4,50 Euro monatlich. Die comdirect bietet gleich vier Wege zum kostenlosen Konto: 700 Euro Geldeingang, Alter unter 28, drei Zahlungen mit Apple oder Google Pay pro Monat, oder ein aktiver Wertpapier-Sparplan bzw. Trade. Ohne Aktivstatus fallen 4,90 Euro pro Monat an.

Beim

liegen beide nah beieinander: DKB bei 8,51 %, comdirect bei 8,65 %. Die Girocard kostet bei der DKB 0,99 Euro/Monat (11,88 Euro/Jahr), bei comdirect 1,00 Euro/Monat (12,00 Euro/Jahr) — praktisch identisch.

Gewinner Kosten: comdirect — die flexibleren Aktivstatus-Bedingungen sind ein echter Vorteil für alle, die keinen festen Geldeingang haben.

Karten & Bargeld

Beide Banken setzen auf die gleiche Kartenkombination: Visa Debit kostenlos, Girocard optional gegen Aufpreis.

Beim Bargeld abheben nutzt die DKB das Visa-Netz mit rund 50.000 Automaten in Deutschland. Die comdirect setzt auf die Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank) mit rund 9.000 Automaten — plus drei kostenlose Abhebungen pro Monat an fremden Automaten.

Der entscheidende Unterschied liegt bei der Bargeldeinzahlung: Die comdirect ermöglicht Einzahlungen in jeder Commerzbank-Filiale — ein Vorteil, den es bei der DKB schlicht nicht gibt. Wer regelmäßig Bargeld auf sein Konto bringen muss, kommt an der comdirect kaum vorbei.

Gewinner Karten & Bargeld: comdirect — die Bargeldeinzahlung über das Commerzbank-Filialnetz ist ein klarer Alltagsvorteil.

App & Bedienbarkeit

Beide Banken bieten Banking-Apps für iOS und Android sowie Online-Banking im Browser.

Die comdirect-App liegt mit 4,7 Sternen (iOS) und 4,1 Sternen (Android) insgesamt auf einem guten Niveau. Die DKB-App erreicht 4,6 Sterne auf iOS, fällt auf Android allerdings mit 2,3 Sternen deutlich ab.

Beide Konten unterstützen Echtzeit-Überweisungen. Unterkonten bietet weder die DKB noch die comdirect an. Die comdirect punktet mit der engen Integration ins Commerzbank-Ökosystem — wer zusätzlich ein Depot führen möchte, hat alles in einer Hand.

Gewinner App: comdirect — durchgängig bessere Bewertungen auf beiden Plattformen und starke Depot-Integration.

Sicherheit & Einlagensicherung

Beide Banken unterliegen der deutschen Einlagensicherung (EdB) und sichern Guthaben bis 100.000 Euro ab.

Die DKB ist eine 100%-Tochter der BayernLB — einer Landesbank im Besitz des Freistaats Bayern. Der staatliche Eigentümer gibt vielen Kunden ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, das über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgeht.

Die comdirect ist eine Tochter der Commerzbank AG, einer börsennotierten Großbank mit Sitz in Frankfurt. Die Commerzbank gehört zu den systemrelevanten Banken Deutschlands. Beide Eigentümerstrukturen gelten als stabil und solide.

Gewinner Sicherheit: DKB — der staatliche Eigentümer (Freistaat Bayern über BayernLB) ist ein Vertrauensplus, auch wenn beide Banken gleichermaßen über die deutsche EdB abgesichert sind.

Ausland & Reisen

Für Reisende ist die DKB seit Jahren eine der beliebtesten Banken Deutschlands. Mit Aktivstatus hebt man weltweit kostenlos Bargeld ab per Visa. Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone sind bei der DKB komplett kostenlos (0 % Fremdwährungsgebühr auf Transaktionen).

Die comdirect berechnet 1,75 % Fremdwährungsgebühr auf Zahlungen und Abhebungen außerhalb der Eurozone. Innerhalb der Eurozone sind Abhebungen über die Cash Group und drei weitere Abhebungen pro Monat kostenlos.

Wer regelmäßig außerhalb der Eurozone reist oder dort mit Karte bezahlt, spart mit der DKB deutlich — bei einer Reise mit 1.000 Euro Kartenumsatz in Fremdwährung sind das 17,50 Euro Unterschied.

Gewinner Ausland: DKB — kostenlose Kartenzahlungen weltweit sind ein klarer Vorteil für Vielreisende.

Häufige Fragen

Kann ich DKB und comdirect gleichzeitig haben?

Ja, du kannst problemlos bei beiden Banken ein Konto führen. Viele Kunden nutzen die DKB als Reisekonto und die comdirect als Hauptkonto mit Bargeldeinzahlung. Beide Konten sind kostenlos, solange die jeweiligen Aktivstatus-Bedingungen erfüllt sind.

Welches Konto eignet sich besser als Gehaltskonto?

Beide sind hervorragend als Gehaltskonto geeignet. Die comdirect hat den Vorteil der Bargeldeinzahlung über Commerzbank-Filialen und der flexibleren Aktivstatus-Bedingungen. Die DKB punktet mit dem günstigeren Dispozins und den kostenlosen Kartenzahlungen im Ausland.

Ist comdirect dasselbe wie Commerzbank?

Die comdirect ist seit 2020 eine hundertprozentige Tochter der Commerzbank AG und nutzt deren Infrastruktur (z.B. Filialnetz für Bargeldeinzahlung). Sie bleibt aber als eigene Marke mit eigenem Online-Banking und eigener App bestehen.

Welches Konto ist besser für Reisen?

Die DKB ist die bessere Wahl für Vielreisende. Kartenzahlungen sind weltweit kostenlos (0 % Fremdwährungsgebühr). Bei comdirect fallen außerhalb der Eurozone 1,75 % Gebühren an.

Fazit: DKB vs. comdirect

DKB und comdirect liefern sich ein enges Rennen. Beide Direktbanken bieten ein solides Girokonto mit ähnlicher Kostenstruktur und vergleichbaren Grundfeatures. Die Unterschiede liegen im Detail:

Die DKB ist die bessere Wahl für Reisende und sicherheitsbewusste Kunden: kostenlose Kartenzahlungen weltweit, günstigerer Dispozins und ein staatlicher Eigentümer. Der größte Nachteil bleibt die fehlende Bargeldeinzahlung.

Die comdirect ist die bessere Wahl für Kunden, die Flexibilität im Alltag brauchen: vier Wege zum kostenlosen Konto, Bargeldeinzahlung über Commerzbank-Filialen und eine starke Depot-Integration. Wer kein Auslandskonto braucht, ist hier bestens aufgehoben.

Unser Tipp: Bei so ähnlichen Produkten lohnt es sich, beide Konten parallel zu führen — DKB als Reisekonto, comdirect als Alltagskonto mit Bargeld-Option.

Zum DKB Testbericht → · Zum comdirect Testbericht →

Weitere Testberichte