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ING vs. comdirect 2026: Welches Girokonto ist besser?

ING und comdirect sind zwei der beliebtesten Direktbanken Deutschlands – beide bieten ein kostenloses Girokonto mit Bedingungen. Die ING punktet mit der besseren App, Wero-Unterstützung und einem riesigen Kundenstamm. Die comdirect überzeugt mit mehr Wegen zum kostenlosen Konto, niedrigerem Dispozins und günstigerer Girocard. Für App-Fans und Wero-Nutzer die ING, für flexible Kunden mit Dispo-Bedarf die comdirect.

Aktualisiert: 23. Februar 2026

Vorteile

  • Beide kostenlos mit regelmäßigem Geldeingang
  • ING: Bessere App-Bewertung (4,8 vs. 4,7/4,1)
  • ING: Wero-Unterstützung
  • comdirect: Mehr Wege zum kostenlosen Konto (4 statt 2)
  • comdirect: Günstigerer Dispozins (8,65% vs. 10,99%)

Nachteile

  • Keine der beiden ist bedingungslos kostenlos
  • ING: Höherer Mindest-Geldeingang (1.000€ vs. 700€)
  • ING: Einlagensicherung über Niederlande, nicht Deutschland
  • comdirect: Nur 9.000 ATMs über Cash Group (3x kostenlos/Monat)
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ING oder comdirect — zwei Direktbank-Schwergewichte im direkten Vergleich. Die ING ist mit über 10 Millionen Kunden die größte Direktbank Deutschlands, die comdirect als Tochter der Commerzbank bringt 2,8 Millionen Kunden und den Zugang zum Filialnetz mit. Beide bieten ein kostenloses Girokonto mit Bedingungen, beide setzen auf Visa Debit als Hauptkarte, beide unterstützen Apple Pay und Google Pay.

Aber im Detail gibt es entscheidende Unterschiede. Wir vergleichen ING und comdirect in allen relevanten Kategorien — mit klarer Empfehlung, welches Konto für wen besser passt.

ING & comdirect im Schnellvergleich

ING Girokonto

ING

Direktbank
gut2,2

comdirect Girokonto

comdirect

Direktbank
gut2,3
Kosten3,12,7
KontoführungKostenlosKostenlos
BedingungKostenlos mit 1.000€ Geldeingang oder unter 28 Jahren, sonst 4,90€Kostenlos mit 700€ Geldeingang oder unter 28 Jahren oder 3x Apple/Google Pay oder 1 Trade/Sparplan, sonst 4,90€
DispozinsKein DispoKein Dispo
Bargeld & Bezahlen1,31,8
KartenVisa Debit, Girocard (1,49 €/Mo.)Visa Debit, Girocard (1,00 €/Mo.)
Mobile PaymentApple Pay, Google PayApple Pay, Google Pay, Garmin Pay
Netzwerk InlandEigene + VisaCash Group
Kostenlose AbhebungenUnbegrenzt3x/Monat
WeltweitKostenlos ab 50€ Abhebung3x kostenlos/Monat
Einzahlung✓ Ja✓ Ja
Bedienbarkeit2,02,2
Unterkonten✗ Nein✗ Nein
Echtzeit-Überweisung✓ Ja✓ Ja
Cashback✓ Ja✗ Nein
Guthabenzins
Sicherheit & Vertrauen1,92,2
TAN-VerfahrenpushTAN, photoTANpushTAN, photoTAN
EinlagensicherungDGS (Dutch Deposit Guarantee Scheme)EdB
SicherungslandNiederlandeDeutschland
Eigentümer-TypBörsennotiertBörsennotiert
MuttergesellschaftING Group N.V.Commerzbank AG
MarktpositionMarktführerEtabliert
Ausland & Reisen4,43,7
Fremdwährungsgebühr1,99 %1,75 %
Service1,91,9
Telefon✓ Ja✓ Ja
Chat✓ Ja✓ Ja
Filiale✗ Nein✗ Nein

Kosten & Kontoführung

Beide Konten sind bedingt kostenlos — gratis mit regelmäßigem Geldeingang, sonst fallen jeweils 4,90 Euro monatlich an.

Die ING verlangt mindestens 1.000 Euro Geldeingang pro Monat (oder Alter unter 28). Die comdirect bietet dagegen gleich vier Wege zum kostenlosen Konto: 700 Euro Geldeingang, Alter unter 28, drei Zahlungen über Apple Pay oder Google Pay pro Monat, oder mindestens ein Wertpapiertrade pro Monat.

Beim

liegt die comdirect mit 8,65 % deutlich günstiger als die ING mit 10,99 %. Wer gelegentlich ins Minus rutscht, spart bei der comdirect spürbar — der Unterschied beträgt über zwei Prozentpunkte.

Gewinner Kosten: comdirect — mehr Wege zum kostenlosen Konto, niedrigere Geldeingangs-Schwelle und günstigerer Dispozins.

Karten & Bargeld

Beide Banken setzen auf die gleiche Kartenkombination: Visa Debit kostenlos, Girocard optional gegen Aufpreis.

Die Girocard kostet bei der comdirect 1,00 Euro/Monat (12,00 €/Jahr), bei der ING 1,49 Euro/Monat (17,88 €/Jahr). Wer eine Girocard braucht (z.B. für Aldi Nord oder kleinere Händler), zahlt bei der comdirect knapp 6 Euro weniger pro Jahr.

Beim Bargeld abheben gibt es einen klaren Unterschied: Die ING bietet über Visa Zugang zu rund 50.000 Automaten in Deutschland. Die comdirect setzt auf die Cash Group mit rund 9.000 Automaten (Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank) — davon sind drei Abhebungen pro Monat kostenlos.

Beide bieten Bargeldeinzahlung: Die ING ermöglicht Einzahlung im Einzelhandel (Rewe, Penny, dm, toom, Aldi Süd). Die comdirect nutzt das Commerzbank-Filialnetz für Bargeldeinzahlung am Automaten.

Gewinner Karten & Bargeld: ING — das deutlich größere ATM-Netz mit 50.000 statt 9.000 Automaten gibt den Ausschlag, trotz der günstigeren Girocard bei der comdirect.

App & Bedienbarkeit

Beide Banken bieten Banking-Apps für iOS und Android sowie Online-Banking im Browser.

Die ING-App hat mit 4,8 Sternen (iOS und Android) eine der besten Bewertungen am Markt. Die comdirect-App liegt bei 4,7 Sternen auf iOS, fällt auf Android mit 4,1 Sternen etwas ab.

Die ING nutzt photoTAN als Sicherheitsverfahren und unterstützt bereits Wero, das neue europäische Bezahlsystem. Die comdirect bietet dafür Garmin Pay als zusätzliche Bezahloption für Smartwatch-Nutzer.

Gewinner App: ING — durchgängig bessere Bewertungen auf beiden Plattformen und Wero-Unterstützung als Zukunftsvorteil.

Sicherheit & Einlagensicherung

Hier gibt es einen grundlegenden Unterschied: Die comdirect ist eine Marke der Commerzbank und damit Teil einer der größten deutschen Banken. Die

greift über die deutsche EdB (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken) plus den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

Die ING Deutschland ist eine Tochter der niederländischen ING Group N.V. Die Einlagensicherung läuft über das niederländische DGS (Dutch Deposit Guarantee Scheme). Beide sichern Einlagen bis 100.000 Euro ab.

Praktisch macht das keinen Unterschied in der Sicherheit — beide Systeme sind EU-reguliert. Aber: Manche Kunden bevorzugen die deutsche Einlagensicherung, weil ein Entschädigungsfall über die deutschen Behörden abgewickelt wird.

Gewinner Sicherheit: comdirect — deutsche Einlagensicherung über EdB plus zusätzlicher Einlagensicherungsfonds der Privatbanken.

Ausland & Reisen

Für Reisende sind beide Banken solide, aber nicht spezialisiert. Beide bieten kostenloses Bargeld abheben in der Eurozone per Visa Debit.

Bei der Fremdwährungsgebühr auf Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone liegt die comdirect mit 1,75 % knapp vor der ING mit 1,99 %. Der Unterschied ist gering, aber bei größeren Summen spürbar.

Beim Bargeld abheben im Ausland fallen bei beiden Banken Fremdwährungsgebühren an. Wer viel außerhalb der Eurozone unterwegs ist, sollte über eine spezialisierte Reisekreditkarte nachdenken.

Gewinner Ausland: comdirect — etwas günstiger bei Fremdwährungszahlungen (1,75 % vs. 1,99 %).

Häufige Fragen

Kann ich ING und comdirect gleichzeitig haben?

Ja, es spricht nichts dagegen, bei beiden Banken ein Konto zu führen. Viele Kunden nutzen ein Konto als Gehaltskonto und das andere als Zweitkonto. Beide Konten sind kostenlos, solange die jeweilige Bedingung erfüllt ist.

Welches Konto eignet sich besser als Gehaltskonto?

Beide sind hervorragend als Gehaltskonto geeignet. Die ING hat den Vorteil des größeren ATM-Netzes und der besseren App. Die comdirect punktet mit dem niedrigeren Geldeingang (700 € vs. 1.000 €) und dem günstigeren Dispozins. Für die meisten Arbeitnehmer mit einem Gehalt über 1.000 € sind beide gleichwertig.

Welche Bank bietet die bessere Bargeldeinzahlung?

Beide bieten Bargeldeinzahlung, aber über unterschiedliche Wege: Die ING ermöglicht Einzahlung im Einzelhandel (Rewe, dm etc.) — praktisch, aber auf kleinere Beträge begrenzt. Die comdirect nutzt das Commerzbank-Filialnetz mit Einzahlautomaten — ideal für größere Summen.

Gibt es ein kostenloses Konto ohne Bedingungen?

Weder ING noch comdirect sind bedingungslos kostenlos. Wenn du ein Konto komplett ohne Geldeingangs-Bedingung suchst, schau dir unsere Bestenliste der kostenlosen Girokonten an — dort findest du Alternativen wie C24, N26 oder Trade Republic.

Fazit: ING vs. comdirect

Beide Direktbanken gehören zurecht zu den beliebtesten Girokonten in Deutschland. Die Unterschiede liegen im Detail:

Die ING ist die bessere Wahl für Kunden, die eine herausragende App, das größte ATM-Netz unter den Direktbanken und Wero-Unterstützung wollen. Der Mindest-Geldeingang von 1.000 Euro ist für die meisten Arbeitnehmer kein Problem.

Die comdirect ist die bessere Wahl für flexible Kunden: Vier Wege zum kostenlosen Konto, ein deutlich günstigerer Dispozins und das Commerzbank-Filialnetz für Bargeldeinzahlung größerer Summen. Ideal auch für Kunden, die Wert auf deutsche Einlagensicherung legen.

Unser Tipp: Wer ein unkompliziertes Gehaltskonto mit Top-App will, greift zur ING. Wer maximale Flexibilität bei den Bedingungen braucht und gelegentlich den Dispo nutzt, ist bei der comdirect besser aufgehoben.

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